Ein Industriepark wirkt von außen betrachtet oft wie eine eigene Welt, die eine ganz besondere Faszination ausübt. Entsprechend gespannt waren die 16 Teilnehmerinnen bei Girls4MINT in Wiesbaden, als sie zum ersten Mal ihre Besucherausweise in Empfang nehmen und die Tore in den Industriepark Kalle-Albert durchschreiten durften. Denn neben praktischen Einblicken in verschiedene MINT-Ausbildungsberufe bei der InfraServ Wiesbaden stand gleichzeitig auch die Erkundung verschiedener Infrastruktureinheiten des Parks auf dem Programm.
Los ging es mit der Programmierung von logischen Schaltungen in der Prozessleittechnik, sowie einem Brandschutzseminar mit vielen heißen Experimenten und Einblicken in die Materialien bei der Werkfeuerwehr. Am zweiten Tag ging es vormittags bei einem Schnuppertag im Chemielabor zunächst den Eigenschaften von Cola auf die Spur, während am Nachmittag der Besuch des Kraftwerks (das übrigens ganz Wiesbaden mit Energie versorgen könnte) auf dem Programm stand. Die letzten beiden Praxistage standen ganz im Zeichen der Technik, wo in der Ausbildungswerkstatt das Löten von Platinen und die Metallbearbeitung, beziehungsweise die Bereiche Mechanik und Elektrotechnik genauer unter die Lupe genommen wurden. Auch hier gab es eine Exkursion in den Industriepark, bei der die biologische Abwasserreinigung und die Aufgaben der Mitarbeitenden vor Ort im Fokus standen.
Nach den Praxistagen standen für die Teilnehmerinnen bei Infraserv in der darauffolgenden Woche noch die persönlichen Stärkengespräche und der feierliche Abschluss mit Freunden, Familie und der Bundesagentur für Arbeit auf dem Programm.
