Eintauchen in die Welt des Werkzeugbaus bei Feintool Offenbach

Wie werden eigentlich moderne Spezialwerkzeuge hergestellt? Auf welche Arten lässt sich Metall bearbeiten? Und wie funktioniert die Ausbildung speziell bei Feintool?
Mit diesen und weiteren Fragen konnten sich die Mädchen der Mathildenschule, der Lindenfeldschule, der Ernst-Reuter-Schule und der Albert-Schweitzer-Schule in Offenbach sowie der Ernst-Reuter-Schule in Dietzenbach bei den Girls4MINT in Offenbach befassen. 

 Als MINT-interessierte Teilnehmerinnen des Projekts JUMINA (Junge Menschen in Ausbildung) wurden sie auf das Berufsorientierungsprojekt aufmerksam gemacht und von JUMINA-Lehrerinnen begleitet. Sie erlebten beim Praxispartner, der Feintool System Parts Obertshausen GmbH, ein abwechslungsreiches Programm rund um MINT-Themen und Ausbildungsberufe in den Bereichen Elektrotechnik, Mechanik und Informatik. Dabei erfuhren sie außerdem durch weitere Praxistage bei Provadis, wie die Kooperation mit einer überbetrieblichen Ausbildungsstätte funktioniert - ein System, das zum Beispiel bei der Ausbildung bei Feintool zum Tragen kommt.

Nach der Begrüßung durch die Ausbildungsleitung von Feintool und durch das Projektteam konnten die Mädchen ihr handwerkliches Geschick in einem Metall-Workshop in den Werkstätten von Provadis unter Beweis stellen: Im Rahmen einer Einführung in die Techniken der Metallbearbeitung stellten sie ein Namensschild her, das sie individuell und kreativ gestalten konnten. Am zweiten Tag beschäftigten sich die Teilnehmerinnen mit Grundlagen der Elektrotechnik und fertigten nach ersten Lötübungen am Vormittag eine LED-Taschenlampe. Am Nachmittag unternahmen die Mädchen erste Schritte im Programmieren eines Computerspiels mit der Programmieroberfläche Scratch.

Einen spannenden Einblick in die MINT-Berufswelt bekamen die Schülerinnen dann bei den vertiefenden Praxistagen bei Feintool. Hier konnten die Schülerinnen in insgesamt fünf Abteilungen des Unternehmens praktisch den Arbeitsalltag miterleben und berufsspezifische Aufgaben kennenlernen. So lernten sie zum Beispiel, was bei einer Qualitätskontrolle zu beachten ist, wie Werkzeuge hergestellt werden, konnten sich selbst im Schweißen üben und erfahren, welche Rolle Elektronikerinnen und Elektroniker bei der Installation und Instandhaltung von Produktionsanlagen spielen.

Emilia Maier vom Albert-Schweitzer-Gymnasium in Offenbach hat bereits durch ein Praktikum Interesse an den MINT-Berufen bekommen. „Girls4MINT“ war für sie eine gute Gelegenheit, noch mehr darüber zu lernen. „Mal in einen Betrieb hineinzuschauen und dadurch Erfahrungen zu sammeln, fand ich richtig gut“, sagt die 16-Jährige. „Ich konnte bei Provadis und bei Feintool sehr viel lernen. Die Metallarbeiten haben mir viel Spaß gemacht. Am meisten überrascht war ich darüber, dass mir das Programmieren so gut gefallen hat“, betont sie. Emilia würde auch anderen empfehlen, das Angebot zu nutzen. Nach ihren Erfahrungen bei „Girls4MINT“ überlegt sie jetzt, eine Ausbildung zur Mechatronikerin zu machen. Auch Azra Hukic war besonders begeistert vom Programmieren. Sie hat bei „Girls4MINT“ mitgemacht, um zu erleben, was eine Berufstätigkeit bedeutet. Nach der Schule möchte sie gerne eine Ausbildung zur Fachinformatikerin beginnen.

In einem Feedback-Gespräch in der Schule werden die Teilnehmerinnen in den nächsten Tagen eine persönliche Rückmeldung zu ihren individuellen Kompetenzen im Bereich MINT erhalten. Eine Abschlussveranstaltung mit den Teilnehmerinnen, ihren Eltern, der Agentur für Arbeit sowie Unternehmensvertreterinnen und -vertretern rundet das Berufsorientierungsprojekt ab. Am Ende erhalten die Schülerinnen ein Zertifikat über ihre Teilnahme.

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