Wie viel MINT steckt eigentlich in den Produkten, die wir tagtäglich verwenden? Dieser Frage konnten 17 Schülerinnen aus sieben Schulen bei Seidel in Marburg und Fronhausen auf die Spur gehen.
Die Teilnehmerinnen von „Girls4MINT“ der Region Marburg kamen von der Freiherr-vom-Stein-Europaschule Gladenbach, dem Landgraf-Ludwigs-Gymnasium Gießen, der Elisabethschule Marburg, der Theo-Koch-Schule Grünberg, der Emil-von-Behring-Schule Marburg, der Martin-Luther-Schule Marburg und der Weidigschule Butzbach.
Das Besondere an dem Standort: Seidel hat mit Spezialflakons für Kosmetika eine Produktpalette, die sich zum Einen im Alltag der Schülerinnen wiederfindet und daher einen besonderen Reiz ausmacht und zum Anderen in der Produktion echte High-Tech im Einsatz, sodass jederzeit agil und flexibel auf Kundenwünsche eingegangen werden kann.
Gleich am ersten Tag konnten die MINT-Girls einen Einblick in die Produktion erhalten: Zwischen autonom fahrenden Staplern, Kartonfaltrobotern und Produktionsstraßen wurde schnell klar, dass hier Routineaufgaben automatisiert werden können. Im weiteren Verlauf der Praxistage lernten die Schülerinnen dann, wie sich Roboter programmieren lassen und erhielten unter der Anleitung des Ausbildungspersonals von Seidel tiefere Einblicke in weitere Berufe aus den Bereichen Elektrotechnik und Metallbearbeitung. Über mehrere Stationen durften sie die Bestandteile einer Binäruhr mit dem Löten einer Platine und dem Bau des Metallgehäuses selbst herstellen. Ein besonderes Highlight war dann am letzten Tag der Besuch des automatisierten Hochregallagers in Fronhausen sowie das Mini-Assessmentcenter mit dem "Insights"-Programm, das den Mädchen tiefere Einblicke in ihre persönlichen Vorlieben, Eigenheiten und Stärken gewährte.
Ein Programm, das bei den Teilnehmerinnen gut ankam: „Es war spannend zu sehen, wie die Produkte hergestellt werden und welcher Aufwand dahintersteckt“, sagt Teilnehmerin Tilda. Dass sie selbst auch an die Maschinen gehen durfte, war für sie etwas Besonderes. Die 14-jährige Samira von der Emil-von-Behring-Schule in Marburg wollte sich an den Praxistagen über die verschiedenen Möglichkeiten in einem Betrieb informieren. „Meine Erwartung war, unterschiedliche Einblicke zu bekommen und die Arbeit der Mitarbeitenden kennenzulernen“, erklärt Samira. Diese Erwartung wurde bei „Girls4MINT“ erfüllt: „Wir konnten sogar selbst mit anpacken und ich fühlte mich im Betrieb und im Team mit den anderen Teilnehmerinnen wohl“, ergänzt sie. Durch die Praxistage hat sie festgestellt, dass ihr die Arbeit am Computer besser gefällt als die handwerklichen Tätigkeiten. Dafür hat sich die Teilnahme auch gelohnt.
ach den Praxistagen standen für die Gruppe in der darauffolgenden Woche noch die persönlichen Stärkengespräche und der feierliche Abschluss mit Freunden, Familie und der Bundesagentur für Arbeit auf dem Programm.
